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Mittelrheinbrücke- Echte Zukunftschance oder völlig überflüssig für junge Menschen im Tal?

Unter diesem Thema diskutierten am 23. Oktober Robert Lippmann (IHK Koblenz), Jens Güllering (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nastätten) und Bernd Zorn (Bürgerinitiative Pro Brücke) mit Mitgliedern der Jungen Union Koblenz Montabaur.

Der stellvertretende Vorsitzende der JU Rhein-Lahn, Cedric Crecelius, fasste den Sachstand zum Start zusammen. Das Vorhaben eine Brücke im Mittelrheintal zu bauen besteht schon seit vielen Jahrzehnten. Auf 80 Kilometern zwischen Mainz und Koblenz gibt es keine Brücke. Dies führt dazu, dass die Menschen zahlungspflichtige Fähren mit eingeschränkten Fahrzeiten oder weite Umwege in Kauf nehmen müssen. Im Herbst 2008 wurde die Mittelrheinbrücke jedoch erst als ein europaweiter Planungswettbewerb ausgeschrieben.

Als Moderator stellte der rheinland-pfälzische JU-Sprecher für Infrastruktur, Thorsten Rheude aus Germersheim einige kritische Fragen an das Podium. Aufgrund der fehlenden Rheinbrücke sei das Wirtschaftswachstum auf beiden Rheinseiten erheblich gehemmt. Insbesondere sei eine Vernetzung der beiden Regionen unmöglich.
"Es mangelt an wirtschaftlicher Entwicklungsdynamik aufgrund eines Infrastrukturproblems, das Sie mit einer Fähre niemals gelöst bekommen. Denn Unternehmen sind im Wettbewerb auf eine kostenlose, feste Querung angewiesen." Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nastätten, Jens Güllering, bezeichnet die fehlende Brücke als "eine klare Benachteiligung unserer Region".

Die Abhängigkeit von Fahrplänen der Fähren sei nicht nur ein Hindernis für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, sondern auch für Bekannte, die sich gerne gegenseitig besuchen würden.

Auch die Verträglichkeit einer Brücke mit dem UNESCO Welterbe sei kein Problem, so der Vorsitzende der Bürgerinitiative Pro Brücke, Bernd Zorn: "Wir wollen eine schöne Brücke haben und kein Monsterbau, der unsere Landschaft verschandelt“.

Auch die Fährbetriebe seien in ihrem Bestand nicht in Gefahr. Robert Lippmann nannte das Beispiel Mosel, wo es trotz einer Vielzahl von Brücken auch noch immer vier Fähren gibt. "Der wirtschaftliche Zweck der Fähren wird dann eher touristischer Natur sein. Aber andere Standorte zeigen, dass diese Parallelität durchaus möglich ist." BI-Chef Bernd Zorn bezeichnet die angekündigte Stilllegung als "Stimmungsmache seitens der Fährbetreiber".
„Für die JU steht damit fest, dass eine Brücke so schnell wie möglich realisiert werden muss, allerdings darf dies nicht zu Lasten und auf Kosten der Kommunen erfolgen“, so der Bezirksvorsitzende Torsten Welling zum Resümee der Veranstaltung.
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