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Bezirksverband der Jungen Union besuchte Schaltzentrale Europas

JU Koblenz-Montabaur erlebte auf Einladung von Dr. Werner Langen, MdEP, informative Bildungsfahrt nach Brüssel

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© European Union 2017

Mit 161 km2 und 1.175.000 Einwohnern ist Brüssel sicherlich nicht die größte oder gar bevölkerungsreichste Stadt innerhalb Europas. Die überaus besondere Bedeutung, die der Stadt zukommt, liegt auch nicht an der Eigenschaft als belgische Hauptstadt. Auf der politischen Weltbühne hat sich Brüssel zuvorderst als Hauptsitz der Europäischen Union einen Namen gemacht. Für den Bezirksverband der Jungen Union Koblenz-Montabaur war dies Grund genug, der „Schaltzentrale“ Europas jüngst einen Besuch abzustatten und sich mit den hier ansässigen und tätigen EU-Institutionen eingehender zu beschäftigen. Neben der Besichtigung zentraler Organe der Europäischen Union stand auch der Austausch zu aktuellen Problemstellungen und Herausforderungen auf europäischer Ebene im Fokus der Bildungsfahrt.

Ganz im Zeichen der Demokratie startete das inhaltliche Programm sodann mit dem Besuch des Europäischen Parlaments. Besser gesagt: Mit dem Besuch eines Parlamentsstandorts. Schließlich kommen die Parlamentarier zwar vorwiegend am Hauptsitz in Brüssel zusammen, allerdings sind sie gesetzlich dazu verpflichtet, zwölf Mal im Jahr im französischen Straßburg zu tagen. Ein historisch gewachsener Zustand, der zwar aus seiner Entstehungsgeschichte heraus nachvollziehbar ist, aber eben auch enorme finanzielle und zeitliche Ressourcen bindet. Es verwundert daher nicht, dass der Doppelsitz des Europäischen Parlaments bereits seit Jahren für reichlich Kritik sorgt – die Parlamentarier selbst können an der Situation jedoch wenig bis nichts ändern: Hierzu müssten alle EU-Mitgliedsstaaten einer Vertragsänderung zustimmen. Mit Frankreich war das bisher verständlicherweise nicht zu machen.

Nicht nur das Thema „Doppelsitz“ sorgte für reichlich Gesprächsstoff, als der hiesige Europaabgeordnete Dr. Werner Langen, MdEP, die Gruppe im Parlamentsgebäude in Empfang nahm. Eindrücklich erläuterte er dem politischen Nachwuchs die Arbeitsabläufe und Gepflogenheiten innerhalb des multinationalen parlamentarischen Alltags, bevor spannende Diskussionen zur aktuellen politischen Lage innerhalb der Europäischen Union geführt wurden. Brexit und Populismus sind dabei nur zwei von zahlreichen Themenkomplexen, derer man sich gemeinsam annahm. Einen anderen Blick auf die Arbeit „im“ Europäischen Parlament erhielten die JUler anhand der Ausführungen von Meike Bogdan. Als Pressereferentin der EVP-Fraktion (Europäische Volkspartei), der auch die CDU-Abgeordneten angehören, ist sie zuständig für die Bereiche Internationaler Handel, Kultur und Bildung sowie Landwirtschaft und ländliche Entwicklung.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Parlamentsmensa ging es für die Gruppe zu Fuß weiter durch Brüssel. Ziel war der Sitz der Europäischen Kommission. Hier war man verabredet mit Michael Hager, dem „Kabinettschef“ des deutschen Kommissars Günther Oettinger, der aktuell für die Politikfelder Haushalt und Personal zuständig ist. Im Anschluss an das interessante und lockere Gespräch, in dem vor allem auch die Arbeitsweise der Kommission deutlich wurde, durfte (wie es sich für die JU gehört) natürlich auch ein Abstecher ins Brüsseler Nachtleben nicht fehlen. Dafür berühmt ist allem voran der Place du Luxembourg, treffen sich doch hier Politiker und Mitarbeiter gleichermaßen, um nach getaner Arbeit internationale Freundschaften zu pflegen. Nachdem man zuvor schon den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban erblickt hatte, konnte man hier ganz ungezwungen mit dem luxemburgischen Premierminister Xavier Bettel ins Gespräch kommen.

Ein Tagesordnungspunkt stand am folgenden Morgen noch auf der Agenda: Der Besuch der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union. Auch hier kam die Gelegenheit zu Austausch und Debatte nicht zu kurz. „Wir konnten an diesen beiden Tagen viele neue Denkanstöße zum Friedensprojekt Europa gewinnen. Manche Problemstellungen wurden uns nochmal bewusster vor Augen geführt. Wenn man aber auf dem Place du Luxembourg mit Menschen aus den unterschiedlichen europäischen Ländern zusammenkommt, dann muss man sagen: Das Projekt Europa war und ist ein Glücksfall. Und dafür, dass es so bleibt, können wir uns gar nicht genug einsetzen“, so der Vorsitzende der JU Koblenz-Montabaur Torsten Welling zusammenfassend. Bevor es für die Gruppe zurück in die Heimat ging, blieb ihm nur noch, Bezirksvorstandsmitglied Stefan Schmitz für dessen JU-seitige hervorragende Organisation zu danken. 

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